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www.freigeistmusic.org

Stellungnahme
der Veranstalter des Musicfestivals zu den Vorwürfen des
"Ak Dialoge":
Ein sogenannter "Arbeitskreis Dialoge"
versucht mittels Unterstellungen, Verdrehungen und
offenen Lügen, Gruppen und Organisationen davon
abzubringen, an dem Freigeist-Festival teilzunehmen.
Der "Ak Dialoge" ist nicht unbekannt - dazu
später mehr. Auch wenn die gemachten Vorwürfe zumeist
nichts als plumpe und leicht zu durchschauende Polemiken
sind, werden wir zum Teil auf sie eingehen müssen.
Das Freigeistfestival soll verschiedenen Gruppen und
Künstlern einen Rahmen bieten eine Vielfalt von
grundlegenden Problemen und Perspektiven zu thematisieren
."Ak Dialoge" geht leider nur auf ein Thema
ein.
Woher die Verfasser/innen die Auffassung haben, irgendein
Mitorganisator des Festivals sei der Auffassung, dass
"die USA" hinter dem 11.9. stecken, ist uns
schleierhaft.
Tatsächlich sind viele der Organisatoren der Meinung,
dass die offizielle Version des 11.9. so nicht stimmen
kann und dieser Terroranschlag u.a. zur Begründung von
Kriegen mißbraucht wird, die selbst nicht in diesem
begründet sind. So war z.B. der Angriff auf Afghanistan
lange vor dem 11.9. geplant und organisiert - und daher
keine Folge der Taten eines "islamistischen
Terrornetzwerkes". (Siehe z.B. http://www.msnbc.msn.com/id/4587368/
, oder
http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/1550366.stm
)
Uns würden auch die "wissenschaftlichen
Ergebnisse" interessieren, die beweisen, dass
Al-Qaida nichts mit westlichen Geheimdiensten zu tun hat.
Es gibt viele Gründe, diese "wissenschaftlichen
Ergebnisse" anzuzweifeln. Genannt sei nur der Fall
Saeed Sheikh, jener, der kurz vor den Anschlägen des
11.9. Mohammad Atta im Auftrag des pakistanischen
Geheimdienstes ISI 100000 Dollar überwiesen hat - und
keinerlei Erwähnung im offiziellen 9/11-Commission
Report fand. Wer sich dessen Lebenslauf anschaut ( http://complete911timeline.org/essay.jsp?article=essaysaeed
) wird kaum zu dem Schluß kommen können, dass es sich
bei "Al-Qaida" und Geheimdiensten immer um zwei
paar Schuhe handelt.
Immer wieder stößt man bei der Recherche nach Al-Qaida
auf solche Karrieren. Wer sich selbst ein Bild davon
machen möchte, sei auf die Timeline von Cooperative
Research verwiesen, die die umfangreichste
Artikelsammlung zum Thema enthält:
http://complete911timeline.org/project.jsp?project=911_project
Die Grenze zur Infamie ist überschritten, wenn hier den
Festival-Organisatoren unterstellt wird, sie seien
antisemitisch. Da der "AK Dialoge" keinerlei
Antisemitismus der beteiligten Organisatoren belegen
kann, wird zu einem rhetorischen Trick gegriffen:
"oft wird auch der Mossad in Verbindung
gebracht" heißt es und das "Gerücht, es seien
keine Juden gestorben, hält sich hartnäckig". Und
so wird ein Zusammenhang konstruiert, wo keiner ist.
Von wem wird es denn "oft in Verbindung"
gebracht, welcher der Organisatoren verbreitet solche
Gerüchte?
Die Organisatoren des Festivals dulden keine
antisemitische Äußerungen und das Festival wird kein
Ort sein, wo solche "hartnäckigen Gerüchte"
im Umlauf gebracht werden können.
Solchen Unsinn wie die Mär von den nicht-gestorbenen
Juden immer wieder zu thematisieren - und damit zu
reproduzieren - überlassen wir dann doch lieber Gruppen
wie dem "AK Dialoge".
Wenn jemand etwas völlig verkannt hat, dann der "AK
Dialoge" die Tatsache, dass es für die offizielle
Version des 11.9. keinerlei Beweise gibt, die bislang vor
irgendeinem Gericht der Welt stand gehalten hätten. Auch
das ist umfangreich belegt: http://hintergrund.de/index.php?option=com_content&task=view&id=193&Itemid=137
Desweiteren sind auch die folgenden Behauptungen
substanz- und niveaulos. Wer beispielsweise behauptet,
dass Nachrichtenportal net-news-global.de
sei islamistisch bzw. dies durch die gemachte
Formulierung impliziert, muß schon in seiner eigenen,
ganz besonderen Welt leben.
Natürlich darf auch die Erwähnung des Films "Loose
Change" nicht fehlen. Seit Jahren wird aus dem
Spektrum der sogenannten "Antideutschen"
behauptet, der Film aus den USA sei antisemitisch,
antiamerikanisch und rassistisch. In all den Jahren
wurden diese Behauptungen nicht mit einem Beispiel
belegt. Weil es keine gibt und das ist für jede/n klar
offensichtlich, die diesen Film gesehen haben. (Selbst
anschauen und urteilen: hier).
Der Loose Change immer wieder unterstellte Antisemitismus
ist ein Bilderbuch-Beispiel für
Antisemitismus-Relativierung und Instrumentatlisierung.
Interessanterweise tauchen diesmal diese Vorwürfe im
Zusammenhang mit Loose Change in dem Schreiben gar nicht
auf. Dem "AK Dialoge" ist wohl bewußt, daß
man sich in der Vergangenheit mit solchen Vorwürfen
selbst diskreditiert hat. Also wird lieber was von einer
großen Links-Rechts-Querfront-Verschwörung gefaselt,
hinter der inhaltlich eine US-Naziorganisation stecke,
deren deutscher Ableger (Infokrieg) uns dazu bringen
will, Adolf Hitler als Friedensengel zu betrachten.
Es lohnt sich wirklich nicht, auf diese abstruse,
lächerlich-paranoide Verschwörungstheorie einzugehen.
Nur kurz dazu: Infokrieg ist weder Mit-Organisator noch
Teilnehmer des Festivals. Dass weiß natürlich auch der
"Ak Dialoge", denn wer das Festival
mit-organisiert, ist öffentlich:
http://freigeistmusic.org
Die Strategie des "AK Dialoge" scheint klar
zu sein: mit Dreck bewerfen, irgendetwas wird schon
hängen bleiben. Man sollte meinen, wenn man solch harte
Vorwürfe wie Antisemitismus macht, man diese auch
konkret belegen kann anstatt mit einer
"Um-drei-Ecken"-Verschwörungstheorie zu
kommen.
Dem "AK Dialoge" geht es aber nicht um Fakten
oder wissenschaftliche Auseinandersetzung. Das wird
sofort deutlich, wenn wir uns mal anschauen, was denn
dieser "AK Dialoge" ist. Den "Ak
Dialoge" gibt es faktisch nicht. Er wurde von
Leuten, die in der Musikszene in Halle aktiv sind und aus
dem "antideutschen" Spektrum kommen, erfunden,
um Personen aus dem linken Spektrum denunzieren zu
können. "Halle-Wittenberg-Berlin" hört sich
nach viel an, ist es aber nicht. Ursprünglich wurde er
aus der Taufe gehoben um Veranstalter dazu zu bringen,
Konzerte der Band "Die Bandbreite" abzusagen -
also ähnlich dem, was jetzt wieder geschieht. Abgesehen
von der Kampagne gegen "Die Bandbreite" vor ca.
einem Jahr und jetzt der Kampagne gegen das
Freigeist-Festival ist dieser AK noch nie in Erscheinung
getreten.
Dass es sich bei dem "AK Dialoge" um ein Fake
handelt wird schon deutlich, wenn man beachtet, dass sie
es in ihrer seit einem Jahr auf Myspace bestehenden -
einzigen - Internetpräsenz nicht geschafft haben, mehr
als zehn Freunde zu bekommen. Allein diese verlogene
Vorgehensweise spricht für sich und bedarf hier keines
weiteren Kommentars.
Wer steht hinter diesem Fake? Die Unterzeichner gehören
zu dem "antideutschen" Spektrum, und ihre
Kampagne gegen "Die Bandbreite" war abgestimmt
mit und begleitet von einer Reihe "antideutscher
Blogger", z.B. "lizas welt",
die politisch neurechts und neokonservativ ausgerichtet
sind.
In diesen Blogs werden nicht nur die Kriege gegen
Afghanistan und Irak bejubelt, sondern es wird auch
kräftig für neue Massenmorde geworben, wie z.B. gegen
den Iran. Dass dabei die kultur-rassistische, islamophobe
Begleitmusik nicht fehlen darf, ist klar, ist sie doch
schließlich gemeinsame Klammer aller neurechten
Vor-Kämpfer der Kulturen.
Darüberhinaus wird vornehmlich Stimmung gegen jene
Regierungen und Länder gemacht, die sich nicht dem
neoliberalen Dogma unterworfen haben und nach
wirtschaftlichen Alternativen suchen, wie z.B. Venezuela.
Und da schließt sich der Kreis: Venezuelas
Regierungsangehörige haben sich schon mehrfach kritisch
gegenüber der offiziellen Version des 11.9. geäußert.
Loose Change wurde dort sogar im Fernsehen gezeigt. Und
wen wunderts: auch im kubanischen. Allerdings, vergangene
Woche (10.7.) sogar im norwegischen Fernsehen zur Prime
Time. In Israel war man da schneller, dort wurde der Film
schon vor zwei Jahren gezeigt. Der "Ak Dialoge"
hat also noch eine Menge Arbeit zu tun!
Im Gegensatz zu dem "AK Dialoge" und ihren
"antideutschen" Unterstützer/innen hängen
für uns Faschismus, Kapitalismus und Krieg unmittelbar
zusammen. Und in dem Kampf gegen die Verhältnisse, die
Kriege produzieren, werden wie auch weiterhin gerne und
vor allem mit jenen Menschen zusammenarbeiten, die nicht
an eine islamistische Weltverschwörung glauben, welche
von der NATO mittels Bomben aus der Welt geschafft werden
müsse.
Im übrigen halten wir das Vorgehen des "AK
Dialoge" insgesamt und im besonderen die damit
einhergehende Instrumentalisierung und Relativierung von
Antisemitismus für äußerst bedenklich.
Und das eine "Organisation", die in ihrem
politischen Umfeld doch wohl eher dem neurechten Spektrum
zuzuordnen ist, sich anmaßt, linken Leuten erklären zu
wollen, was denn links und was rechts ist, entbehrt
sicherlich nicht einer gewissen Ironie.
Grüße vom Team
freigeistmusic@fastmail.fm
es bestehen keinerlei Verbindungen zur
Webseite www.freigeistforum.com
Das folgende
Schreiben wurde an mehrere Festivalteilnehmer verschickt.


ein ähnlicher
Artikel wurde auf Indymedia gepostet
http://de.indymedia.org/2008/07/222432.shtml
Berlin: Zeitgeist vs. Freigeist
Festival
antifaschist_in
17.07.2008 02:28 Das
vom 24. bis zum 26. Juli in der Berliner Strandbar Yaam
stattfindende Zeitgeist vs. Freigeist Festival, hat es
sich zur Aufgabe gemacht, kritisch die Positionen der
"Systempresse" zu hinterfragen... und
verheddert sich nur allzuschnell mit einigen Gruppen in
einer bedenklichen Mischung aus verkürzter
Kapitalismuskritik, Antiamerikanismus und Antisemitismus.
Zeitgeist vs. Freigeist
Zeitgeist, das ist laut dem Merriam-Webster
Wörterbuch das vorherrschende intellektuelle, moralische
und kulturelle Umfeld einer Ära. Eben diesen Zeitgeist
zu thematisieren und zu kritisieren, hat sich das
"Zeitgeist vs. Freigeist" Festival, das vom 24.
bis zum 26. Juli in der Berliner Strandbar Yaam
stattfinden soll, auf die Fahnen geschrieben.
Vordergründig ein durchaus interessantes und
lohnenswertes Unterfangen, allerdings lohnt es sich
durchaus zu beleuchten, worum es eigentlich geht und wer
es unterstützt.
Das Festival und seine Selbstdarstellung
"Das Freigeist Music Festival soll einen
konstruktiven und kreativen Rahmen für Austausch und
Verständigung bieten. Viele Freiräume in Berlin sind im
Zuge von "Gentrification" akut in ihrer
Existenz bedroht.
Wir wollen eine Plattform schaffen um Gemeinsamkeiten
verschiedener nicht kommerzieller Projekte
aufzuzeigen.", leitet einer der informativeren Flyer
des Projektes ein. Damit gliedert sich das Projekt in die
momentan für Berlin ohnehin aktuelle Freiraumdebatte
ein, die maßgeblich von Gruppen wie der WBA Kampagne
oder Mediaspree versenken getragen wird. Beide Gruppen
werden auch auf der Liste der Unterstützer_Innen
miterwähnt, sodass das Festival zunächst für Freiraum
Aktivist_Innen als interessant erscheint. Die Flyer sind
zudem überladen mit Logos diverser anderer linker
Projekte, vom Antirassismus bis zum Antimilitarismus
scheint hier alles vertreten zu sein, was irgendwie in
der radikalen Linken drängend erscheint.
Die Themen, Workshops und Informationsveranstaltungen,
die laut Selbstdarstellung den Brückenschlag von lokalen
Projekten zu globalen Fragen schaffen soll, haben dann
jedoch kaum noch Bezug zur Freiraumkampagne vorzuweisen,
wird einmal davon abgesehen, dass das Festival auf dem
Gelände einer unlängst durch das Bürger_Innenbegehren
zu Mediaspree geretteten Strandbar stattfinden soll.
Vielmehr konzentrieren sich jene Punkte des Programms,
die schon jetzt via die Timetable der
Veranstalter_Innenwebsite einsehbar sind, auf eine Kritik
US amerikanischer Politik, deren Spektrum sich von
legitimer Kritik an bestehenden Verhältnissen und
Machtstrukturen bis hin zu strukturellem, respektive
offenem Antisemitismus erstreckt.
Besonderes Augenmerk scheint hierbei auf den "Lügen
und Manipulation der Medien" über den 11. September
und artverwandte Themen zu liegen, sodass der im
Festivaltitel erklärte Freigeist-Begriff einen neuen
Charakter bekommt. Sich selbst offenbar in der
gedanklichen Tradition der
"Wahrheitssucher_Innen"-Bewegung sehend, soll
das geschehene noch einmal neu aufgearbeitet und
analysiert werden.
Wie die Bewegung, die sich selbst natürlich von jeder
Form des Antisemitismus distanziert und nach
Eigenaussagen nur an der Wahrheit interessiert ist, immer
wieder betont, ist das natürlich ein durchaus legitimes
Interesse. Dann allerdings fällt eine gewisse
Tendenziösität bei den auf dem Festival erscheinenden
Beiträgen auf. Aus welcher Richtung der Wind weht, wird
spätestens dann ersichtlich, wenn mensch sich das
Impressum der Website der Veranstalter_Innen ansieht.
Hier erscheint ein Heinrich Bücker, vom Coffeeshop
"The Coop".
Bücker, Loose Change und die Wahrheitsbewegung
Bücker sieht sich selbst in der Pflicht, zur
Aufklärung der Wahrheiten um den 11. September
beizutragen. Zu eben diesem Zweck hat nach eigenen
Angaben schon über 30.000 kostenlose DVDs des Filmes
Loose Change in Berlin verteilt.
Loose Change, ein Film der drei jungen Filmemacher Dylan
Avery, Korey Rowe und Jason Bermas versucht aufzuzeigen,
dass die Anschläge des 11. Septembers ein "Inside
Job" gewesen sein müssen, wobei sich die drei
bisweilen zwischen den unterschiedlichen Theorien
verzetteln - was die Anhänger_Innen der
Wahrheitsbewegung freilich nicht stört. Die
Ungereimtheiten der eigenen Theorien die wahlweise einmal
auf MIHOP (Make it happen on purpose - die amerikanische
Regierung steckt selbst dahinter) und einmal auf LIHOP
(Let it happen on purpose - es hätte verhindert werden
können, wurde aber bewusst vermieden) Szenarien
hindeuten, werden hierbei unter den Tisch gekehrt, um
immer wieder auf die vermeindliche Täter_Innenschaft der
geheimnisvollen Drahtzieher in den Hinterzimmern
hinzuweisen.
Der Film geht dabei so weit, die letzten Anrufe der Opfer
in den Flugzeugen vor deren Angehörigen als "klar
gefaket" zu "entlarven". Neben derlei
Pietätlosigkeiten begeht der Film wiederholt vermeidbare
journalistische Fehler, deren Auflistung hier schlicht
den Rahmen sprengen würde. Wer sich selbst eine grobe
Übersicht darüber verschaffen möchte, kann das unter
anderem hier
tun.
Bis heute war die Wahrheitsbewegung nicht in der Lage
sinnvoll auf diese Kritik an Loose Change (2, nachdem die
Thesen aus der ersten Edition teilweise nahtlos durch
widersprüchliche Thesen in der zweiten Fassung abgelöst
wurden) einzugehen, sondern bezieht sich nach wie vor auf
diesen Film, der für sie nichts an Aktualität
eingebüßt hat - wie wohl auch für Bücker, der ihn
nicht nur nach wie vor verteilt, sondern auch als
zentralen Punkt ins Festivalprogramm eingefügt hat.
Besonders interessant wird die Frage, inwieweit die
Wahrheitsbewegung wirklich an Aufklärung (im Gegensatz
zum bloßen Aufstellen von Verschwörungstheorien die
einer offiziellen Fassung widersprechen) interessiert ist
dann, wenn selbst die Macher des Filmes heute einräumen:
"Wir haben diese Dokumentation im Grunde als ein
Haufen Kinder gemacht. So sieht's aus: Wir waren ein
Haufen Kinder, die ein Thema ansprachen, das den Rahmen
jeder Dokumentation weit sprengen muss. Ich wäre einer
der ersten, die zugeben, dass der Film Fehler enthielt.
(...) Loose Change ist eigentlich kein wirklich guter
Repräsentant der Wahrheitsbewegung. "
(Dylan
Avery )
Die teilweisen Verleumdungen während des Filmes, das
Aufstellen unhaltbarer Behauptungen werden auch
dementsprechend krude begründet. So sagte Jason Bermas
über seine - selbst nach Wahrheitsbewegungsmaßstäben -
unhaltbare Theorie, dass die Feuerwehrmänner und Frauen
des elften Septembers bestochen worden wären, dass er
überzeugt sei, nur zu dieser Konklusion gekommen zu
sein, weil "irgendein Jedi Mind Trick mit mir
abgezogen wurde."
(Quelle: hier
Soetwas mag beim Lesen belustigend sein, dennoch muss
hier beachtet werden, dass sich aus derlei Kindereien
handfeste realpolitische Implikationen ergeben: Menschen
glauben bis heute Loose Change würde Tatsachen
verbreiten, obwohl der Film vorgeblich sogar
"absichtlich" Fehler enthält, wie Avery hier hier angibt.
Dass der von ihm gepredigte kritische Umgang mit
Informationen innerhalb der Wahrheitsbewegung kein Usus
ist, sondern viel mehr Ausnahme sein dürfte, wird auch
innerhalb des Festivals wieder dokumentiert.
Die ganze Bandbreite an Antisemitismus
Eine der auftretenden Bands hat auf Indymedia bereits
öfter von sich reden gemacht. Dass und warum die
Bandbreite nicht rockt, durften wir ja bereits hier
erfahren, das hat die Organisator_Innen des Zeitgeist vs.
Freigeist Festivals, allerdings nicht davon abgehalten
Wojna und seine Freunde wieder nach Berlin einzuladen, wo
sie, so der Homepage O-Ton "den Freidenkern mit
ihrem Song Selbst gemacht" auf die Sprünge helfen
wollen. Wie Loose Change und Zeitgeist, ein anderer auf
dem Festival gespielter Film, werden auch hier
Täter_Innen und Opfer einfach in einen Topf geworfen, um
eine amerikanische Weltverschwörung herbei zu reden. Die
Kritik, die der Arbeitskreis Dialoge schon zum Release
des Songs dazu formulierte, wird dabei schlicht
übergangen - der Song im Programm gelassen.
Schließlich sei der AK Dialoge ja nicht in der Lage
Tatsachen ins Auge zu sehen - wie der Tatsache, dass
"Pearl Harbour nachweislich eine Lüge" gewesen
sei, die von den "Amerikanern"(sic!) inszeniert
worden sei, um einen Vorwand zu haben, in den zweiten
Weltkrieg einzutreten. Oder eben, dass der 11. September
inszeniert worden sei. Dafür müsse mensch sich, so
Wojna, doch nur Loose Change ansehen, dann würde es
plausibel.
Die Frage, weshalb ein Grund inszeniert werden musste um
in den zweiten Weltkrieg einzutreten beantwortet Wojna
nicht - die Theorie, die dahintersteht und maßgeblich
von David Ray Griffin, einem Mitglied der Scholars for
9/11 Truth geschaffen wurde, findet auch schließlich
ihre größte Rezeption innerhalb der neonazistischen
Szene, die für ihren Teil natürlich sehr genau weiß,
warum es keine besseren Gründe gab in den Krieg
einzutreten.
Ein derart offener Revisionismus passt natürlich nicht
zu einem Wojna, der sich selbst wohl durchaus der Linken
zuzurechnen scheint... und natürlich hat er mit einem
eliminativen Antisemitismus auch so viel oder eher wenig
gemein wie mit einer emanzipatorischen Kapitalismus und
Herrschaftskritik: Elemente sind enthalten, bedürfen
aber noch eines Ausbaus.
Dafür muss mensch auf dem Zeitgeist vs. Freigeist
Festival aber auch nicht weit gehen: Andere Gruppen
kümmern sich bereits darum. Auf der
Unterstützer_Innenliste, wie auch im Workshop Programm
findet sich eine Organisation, die unter dem Namen
"Infokrieg" firmiert. Sie widmet sich den
diversen, ihrer Meinung nach manipulativen Darstellungen
der Massenmedien: Allen voran, und für das Festival wohl
am bedeutsamsten, die diversen Konspirationstheorien
über den 11. September. Allerdings wird hier nicht so
zimperlich vorgegangen: Der strukturelle Antisemitismus,
der auch von Wojna und artverwandten Vertreter_Innen
einer Zentralsteuerungshypothese vertreten wird und der
schlicht von nicht näher benannten Hintermännern/frauen
ausgeht, die die Geschicke der Welt in Händen halten
wandelt sich hier - mit dem Benennen der vermeintlichen
Übeltäter_Innen - in offenen Antisemitismus, der auch
den Brückenschlag zur Rechten viel einfacher schafft als
der Hip-Hopper, der sich immerhin noch, wenn er über die
Antideutschen herzieht und dafür von den autonomen
Nationalisten fleißig bejubelt wird (Quelle bleibt hier
ausnahmsweise aus, ist aber mit wenig Recherche im Netz
zu finden), ein NoNPD Poster aufhängt.
Der Site Admin, der sich im Forum "Anarcho"
nennt und dessen Avatar aufruft: "Boycott israeli
goods" (kauft nicht beim Juden schien nicht griffig
genug zu sein), hat dementsprechend auch keine Probleme,
darauf hinzuweisen, die Kategorien von links und rechts
müssten endlich vergessen werden, es ginge um die
Wahrheit.
Selbst den innerlinken Diskurs um Israelkritik einmal
aussen vor gelassen, muss klar sein, dass mit derartigen
Gruppierungen keinerlei Zusammenarbeit bestehen kann. Sie
selbst sind bei der Wahl ihrer Bündnispartner_innen
allerdings nicht weiter zimperlich.
Einer der zentralen Nachrichtenlieferanten für die
"Infokrieger" ist die American Free Press, die
selbst von großen Teilen der 9/11-Truth Bewegung
aufgrund ihres offen nationalsozialistischen Charakters
gemieden wird, eben auch weil dadurch eine gewisse
Unglaubwürdigkeit gegenüber den sonstigen Abgrenzungen
vom Antisemitismus besteht - schlägt ihre
Tochterpublikation, die Barnes Review doch beispielsweise
Adolf Hitler für den Friedensnobelpreis vor.
Auf der Seite der "Infokrieger" finden sich
noch einige mehr solcher Abscheulichkeiten, die en detail
zu präsentieren hier müßig wäre. Wer daran ein
Interesse hat, kann sich selbst ein Bild darüber machen
- lohnenswert ist es höchstens, um sich über die
bestehenden Querfronten zwischen linker,rechter und
bürgerlicher Kapitalismuskritik zu informieren.
Zeitgeist vs. Freigeist - reloaded
Alles in allem entspricht das Festival, das seinen
Titel wohl hauptsächlich dem (gleichwohl
Konspirationstheorien schürenden) Film
"Zeitgeist" verdankt und sich als kritisch
darstellt, durchaus genau dem Zeitgeist - statt Fragen
nach Strukturen von Kapitalismus und Herrschaft zu
stellen, bedient es das Bedürfnis der Suche nach einem
oder mehreren Schuldigen, die zur Verantwortung gezogen
werden können - mit einem relativ platten
Antiamerikanismus, der nicht nur peinlich ist, sondern
auch auf die unterstützenden Gruppen zurückfallen
könnte.
Da das Mediaspree Versenken Bündnis, das eigentlich
durchaus einige sinnvolle Positionen vertrat und vertritt
und dem prinzipiell nichts dergleichen vorzuwerfen ist,
aufgrund fragwürdig formulierter Aufrufe erst kürzlich
Probleme mit diesem Vorwurf hatte, scheint es mehr als
fraglich ob es für das Image der Kampagne innerhalb der
radikalen Linken, die jetzt nach dem
Bürger_Innenbegehren wieder zum zentralen Akteur der
Kampagne werden dürfte, sinnvoll ist, in einem Atemzug
mit derart offen polemisierenden Gruppen genannt zu
werden. Dass es im Interesse des Veranstalters liegt,
eine kriminologische Untersuchung des 11.9. vorzunehmen
(die keinen wirklichen politischen Nutzen hätte, da alle
*wirklich* offenen Fragen - die es ja gibt - Detailfragen
sind), sollte aufgrund seiner Auswahl an Akteuren für
seine Veranstaltung in Zweifel gestellt werden.
Der "Freigeist", der hier für sich in Anspruch
genommen wird, ist letztenendes der totale Mangel an
Kritik an Positionen, solange sie nur den vermeintlich
gleichgeschalteten Systemmedien nur laut genug
widersprechen. Kritik an der Kritik wird aufgenommen als
"unkritisches Wiedergeben der populären
Meinung", was einfach übergeht, dass immerhin 30%
der Jugendlichen mit deutscher Staatsbürgerschaft
glauben, "Juden und Amerikaner" steckten hinter
dem elften September. (
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/kulturzeit/themen/70263/index.html)
.
"Der neue Antisemitismus kommt von links" -
solchen Aussagen kann nur sinnvoll entgegengetreten
werden, indem mensch sich klar von einer derartigen
verkürzten Kritik verabschiedet und Gruppen die einen
solchen "Zeitgeist" vertreten, eine klare
Absage zu erteilen.
Das alte Motto gilt immer noch: Die Bandbreite rockt
nicht und spätestens beim Auftreten einer Gruppe wie
Infokrieg ist klar, dass es für eine emanzipatorische
Linke keinerlei Möglichkeit zu einer sinnvollen
Zusammenarbeit geben kann - auch um die von vielen der
auftretenden Gruppen vertretene, legitime Kritik wie auch
die Idee der Freiraumkampagne nicht in die Gefahr einer
Diskreditierung durch Querverbindungen zu bringen.
Indymedia Artikel
Das
etwas überfrachtete Plakat des Festivals
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jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann.
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Problem: verkürzte
Antisemitismuskritik
Adorno
17.07.2008 - 08:35 Das Problem ist eine verkürzte
Antisemitismuskritik, die überall nur noch Antisemiten
sieht. Doch ein weiteres Problem ist, daß diese
Scheindebatten eingebracht wurden, um die Linke gezielt
zu lähmen. Wertmüller sagte einmal zu dieser Strategie:
"und so seie es, dass sich die deutsche linke bis
ins unermessliche in koflikte verstrickt und verzettelt,
so dass der streit niemals aufhöre. nur so, aber auch
nur so, können wir mit der antisemitischen
internationale brechen."
Auf Indymedia sollten diese Streitereien daher erst
einmal bis auf Weiteres ignoriert werden.
"Festival" eindeutig
antisemitisch konnotiert
ich
17.07.2008 - 13:58 Einer der Hauptacts bei diesem
"Festival" wird, wie oben beschrieben, der
Auftritt von "Die Bandbreite" sein. Inhaltlich
bietet deren 9/11-Song "Selbst Gemacht"
offensichtlich so viele Schnittmengen mit rechter
Ideologie, dass Rechtsextremisten kein Problem damit
haben, Bandbreite für ihre "mutigen Worte" im
Internet-Gästebuch der Band zu loben. Über ein Dutzend
mal findet man Verweise auf die seriös wirkende Website
secret.tv, die von den antisemitischen Esoterikern und
Buchautoren Jan Udo Holey (manchen besser bekannt als Jan
van Helsing) und Jo Conrad mitgestaltet wird. Inhaltlich
kritische Stellungnahmen seitens Bandbreite zu solchen
Links und Einträgen vermisst man ebenso, wie deren
konsequente Löschung. Vor dem Hintergrund, dass die Band
neben diesem auch den Song "Kein Sex mit Nazis"
im Repertoire hat, ist es unverständlich, dass auf deren
Homepage Links zur Website des Holocaustleugners Ernst
Zündel und indirekte Holocaustleugnung ("Ich habe
... lediglich nachgewiesen, daß uns sogenannte
Holocausttatsachen vorgesetzt wurden, die erlogen
waren.") unhinterfragt geduldet werden.
Am ersten Abend des Festivals wird der 2007 entstandene
Dokumentarfilm "Zeitgeist - The Movie" gezeigt,
der in einem seiner drei Kapitel auf die revisionistische
Inside-Theorie bzgl. der Terroranschläge am 11.
September 2001 in den USA setzt.
Dieser Film entstand, wie im Abspann zu lesen ist, unter
Mitwirkung der Holocasutleugner Eric Hufschmied und David
Icke, was man ihm durchaus auch ansieht, wenn z.B.
positiv Bezug genommen wird auf die antisemitischen
Kongressabgeordneter und Hitlerfreund Louis McFadden, der
in dem Film zitiert wird mit den Worten: "Hier wurde
ein Weltbankensystem erschaffen ... ein durch
internationale Bankiers kontrollierter Superstaat ... sie
arbeiten zusammen, um die Welt nach ihrem Belieben zu
versklaven."
Dummhetze
....
17.07.2008 - 21:21
Erstmal ist dieser Text kein eigenständig recherchierter
Artikel, wie uns hier der Autor, Pseudo-Antifaschist,
glauben machen will. Der Artikel ist im wesentlichen der
Inhalt eines Briefes, den ein "AK Dialoge"
verfasst hat. Dabei handelt es sich um ein Fake, da es
einen solchen AK nicht gibt, aber zwei Antideutsche aus
Halle sich dafür hergegeben haben, so zu tun als ob.
Die Lügen in diesem Brief sind wirklich so ausgemachter
Dünnpfiff, dass man auf diesen Dreck und diese Hetze
nicht eingehen braucht.Warum solche Artikel, in denen
gegen Linke gehetzt wird, auf Indy stehen bleiben
können, nun ja.
Selbstverständlich werden auf diesem Festival keine
Holocaust-leugner auftreten und keine antisemitischen
Äußerungen geduldet. Dieser plumpe Versuch, hier eine
recht-links-Gleichsetzung zu machen und die einem
paranoiden Wahn entsprungene Unterstellung, hierbei
würde es sich um eine große Querfront-Verschwöung
handeln sind einfach nur lächerlich, aber darüber
hinaus - und das ist das gefährliche - relativieren sie
Antisemitismus.
Wie oft sollen wie uns noch die Lügen der Antideutschen
anhören, Filme wie Loose Change seien antiamerikanisch
und antisemitisch? Warum haben sie in all den Jahren dies
nicht mit einem Beispiel belegt? Warum soll der Film
nicht auf einem linken Festival laufen wenn er schon in
Venezuela und Kuba lief und Dutzenden anderen Ländern
auch, darunter auch Israel.
Man zeigt Filme ja nicht weil man sich 100% mit ihnen
identifiziert, sondern um anhand von ihnen zu bestimmten
Themen diskutieren zu können. Manche Sachen werden
gerade deswegen gezeigt, weil sie kontrovers sind. Dass
ist für homogenitäts-verliebte Deutsche, für die
Identifikation das A und O ihrer Pseudo-Politik ist,
nicht immer einfach zu verstehen.
Besonders witzig wird es dann, wenn so etwas geschrieben
wird:
"Bis heute war die Wahrheitsbewegung nicht in der
Lage sinnvoll auf diese Kritik an Loose Change
einzugehen."
Ein wenig Recherche und der Verfasser hätte gelernt:
"die" truth-bewegung ist durchaus damit
umgegangen. die fehler wurden nicht nur eingeräumt,
sondern es wurde extra eine neue, finale Version
produziert. Ohne Fehler, und obwohl schon seit 9 Monaten
draussen, halten sich die Anhänger der islamistischen
Verschwörungstheorie äußerst bedeckt über Loose
Change Final Cut. Zu sehen hier: http://video.google.de/videoplay?docid=-3719259008768610598&q=loose+change+final+cut&ei=K5t_SKqWIZ-c2gKxyMDeAQ
Übrigens, in der deutschen Version die verteilt wurde,
ist die Stelle mit den gefakten Telefongesprächen gar
nicht drin. Aber was soll's, dazu müsste man sich ja
auch mit dem beschäftigen, worüber man schreibt.
Es ist schon lustig, wie hier versucht wird ein ganzes
Spektrum linker Gruppen und Organisationen in den dreck
zu ziehen, sie mit Holocaustleugnern und anderen
Antisemiten in einen Topf zu werfen. Da gibt es in einem
Lied Der Bandbreite eine Zeile zu Pearl Harbor gibt, die
missverständlich ist (obwohl ihr Antideutschen genau
wisst dass Bandbreite damit keinesfalls sagt, dass sie es
schlecht finden, dass die USA in den Krieg eingetreten
sind und NaziDeutschland bekämpft haben, aber hält euch
ja nicht ab vom weiterhetzen. AD =Alles Denunzianten), da
muss ja die große Querfront hinter stecken.
Antideutsche rafft es endlich: Die Zeiten in denen sich
Linke von euch kriegsgeilen Militaristen vorschreiben
lassen, was sie wann wo wie zu diskutieren haben, sind
vorbei!!!
DISCLAMER -HAFTUNGSAUSSCHLUSS
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