JAPAN UND DIE 9/11 FRAGE
WELTWEIT IMMER MEHR FORDERUNGEN NACH UNTERSUCHUNGEN
Mittwoch, den 18. Juni 2008
Herr Yukihisa Fujita, Parlamentsabgeordneter der
Democratic Party of Japan (zweitstärkste Partei Japans)
und Vorsitzender eines parlamentarischen Ausschusses zur
Verteidigungs- und Außenpolitik
ist zu Besuch in Berlin. Zu folgendem Thema versucht er
mit deutschen Abgeordneten zu sprechen:
Internationale Koalition zur Aufklärung des 11.
September 2001
unter Berücksichtigung des Militäreinsatzes in
Afghanistan.
Am 10. Januar 2008 machte der Abgeordnete Fujita vor
der entscheidenden Abstimmung über die Wiederaufnahme
der
Beteiligung an der US-geführten Antiterror-Mission
"Enduring Freedom" eine 30-minütige Anhörung
vor dem japanischen
Oberhaus.
Dies geschah in seiner Funktion als Vorsitzender eines
parlamentarischen Ausschusses zur Verteidigungs- und
Außenpolitik.
Einleitend stellte er den Plan seiner Oppositionpartei
vor, die Wasserversorgung Afghanistans grundlegend
wiederaufzubauen,
Dieser Plan stehe ganz im Gegensatz zur
Regierungspolitik, die auf eine militärische Lösung
setzte. Da diese Politik
jedoch eine unmittelbare Konsequenz der Anerkennung der
offiziellen Theorie des 11. September 2001 darstelle,
forderte Fujita ,
dass Fragen zum 11. September, die vor allem in den USA
gestellt würden, in den Entscheidungsprozess einfliessen
und
grundlegend beantwortet werden müßten.
Er befragte Premierminister Fukuda und
Verteidigungsminister Ishiba, wie die japanische
Regierung hinsichtlich der Täterschaft
der Anschläge des 11.September informiert wurde und
präsentierte in Folge zahlreiche Dokumente und Fotos zum
Pentagon
und WTC-Komplex, die den Verdacht nahelegten, die
US-Regierung verschweige wichtige Fakten.
Am 24. April fand eine weitere Anhörung des
Premierministers und des Innenministers, vor dem von
Fujita geleiteten
Ausschuss statt. Es wurden Aussagen von Militärs und
Fachleuten aus den USA präsentiert, die sich zum 11.
September
geäussert haben.
Der Abgeordnete Fujita steht seit Januar 2008 in Kontakt
mit Michael Meacher, dem ehemaligen Umweltminister unter
Tony
Blair, sowie einer Gruppe von weiteren Parlamentariern in
Grossbritannien.
Am Donnerstag trifft er in Italien erneut zu Gesprächen
mit dem EU-Abgeordneten Chiesa und anderen italienischen
Politikern
zusammen. Bereits im April hat Fujita zusammen mit
Giulietto Chiesa im EU-Parlament eine Pressekonferenz
veranstaltet.
Weiterhin geplant sind Gespräche in Kanada mit dem
ehemaligen Verteidigungsminister Paul Hellyer und der
Parlamentsabgeordneten Libby Davies, in den USA mit den
Präsidentschaftskandidaten Mike Gravel, Ralph Nader und
Cynthia
McKinney, mit der Senatorin aus Arizona, Karen Johnson
und mit dem Kongressabgeordneten Dennis Kucinich, der vor
einigen
Tagen einen Amtsenthebungsantrag gegen G.W.Bush vorlegte.
Außerdem trifft er mit Cindy Sheehan zusammen, die im
November gegen Nancy Pelosi als Kandidatin für das Amt
als Sprecherin des Repräsentantenhauses antreten wird.
All diese Politiker halten neue Untersuchungen des 11.
September 2001 vor allem deswegen für notwendig, weil
die Anschläge
des 11. September direkt oder indirekt als Begründung
für die Kriege in Irak und Afghanistan, die zunehmende
staatliche
Überwachung und repressive innenpolitische Maßnahmen
dienten.
Direkt vor seiner Abreise aus Japan erschien der
nachfolgende Artikel in der Japan Times ( engl.spr.
Tageszeitung)
Herr Fujita erklärte gestern, dass im wesentlichen die
gesamten Abgeordneten seiner Partei hinter
ihm stehen.
Die Demokratische Partei Japans wurde 1996 gegründet und
hat seitdem weite Teile der Opposition gebündelt.
DPJ wird als Mitte-Links-Partei beschrieben
und verfügt über eine Mehrheit im Oberhaus. Im
Unterhaus erzielte die Partei
bei den letzten Wahlen 36%.
April
Präsentation im Parlament Videomitschnitte
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